{"id":649,"date":"2011-12-05T12:24:18","date_gmt":"2011-12-05T12:24:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vita-blog.de\/?p=649"},"modified":"2019-09-02T18:23:23","modified_gmt":"2019-09-02T18:23:23","slug":"in-der-hohe-sauerstoff-tanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vita-blog.de\/?p=649","title":{"rendered":"In der H\u00f6he Sauerstoff tanken"},"content":{"rendered":"\n<p>Unsere Atemluft setzt sich aus gasf\u00f6rmigen Molek\u00fclen, etwa 80% Stickstoff und 20% Sauerstoff, zusammen. Aufgrund der Erdanziehung bleiben die meisten Molek\u00fcle in der N\u00e4he der Erdoberfl\u00e4che und die Menge an Sauerstoff wird in der H\u00f6he geringer.&nbsp;Um die ben\u00f6tigte Menge an Sauerstoff zu bekommen, passt sich der K\u00f6rper beim Aufenthalt in h\u00f6heren Lagen automatisch an den geringeren Sauerstoffgehalt an. Das geschieht durch einen Schutzmechanismus, indem die Niere vermehrt das Hormon Erythropoetin (Epo) bildet, das wiederum die Bildung roter Blutk\u00f6rperchen (Erythrozyten) und neuer Blutgef\u00e4\u00dfe anregt. Die Kapazit\u00e4t von Sauerstoffaufnahme und -transport wird dadurch erh\u00f6ht. &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der K\u00f6rper reagiert auf das verminderte Angebot von Sauerstoff immer unmittelbar. Die Atmung, sowie die Aktivit\u00e4t von Herz und Kreislauf, wird gesteigert und mehr Blutk\u00f6rperchen produziert. Die Aufnahme und die Verteilung des Sauerstoffs werden dadurch verbessert. Dieser Effekt wirkt sich nachhaltig aus, weshalb besonders Sportler und Asthmatiker vom Aufenthalt in einer H\u00f6he von 1000-2500 Metern profitieren. Neben dem Sauerstoff verringert sich ebenfalls die Staubbelastung. Auch die Konzentration von Bakterien und Keimen nimmt aufgrund der geringen Luftfeuchte deutlich ab. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; In der H\u00f6he wird \u00fcber die Atmung mehr Fl\u00fcssigkeit abgegeben als im Flachland. Deshalb sollte pro 1000 H\u00f6henmeter ein Liter mehr als \u00fcblich getrunken werden. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; H\u00f6henluft wirkt sich auch auf die Verbrennung aus. Der Energieverbrauch steigt bereits in der Ruhe und hebt bei aktiver Bewegung noch einmal deutlich an. Durch Bergwandern wird Fett ab- und Muskelgewebe aufgebaut. Dieser H\u00f6hen-Ausdauersport hat au\u00dferordentliche Effekte auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Durch das Sauerstoffdefizit erh\u00f6ht sich der Energieverbrauch. \u00dcbergewichtige und Diabetiker k\u00f6nnen gleicherma\u00dfen davon profitieren. Bei \u00dcbergewicht werden kaum Zucker und Fett in den Muskelzellen verbrannt. Reste verbleiben im Blut und sch\u00e4digen die Organe. Bei k\u00f6rperlicher Belastung in hohen Lagen ver\u00e4ndert sich der Stoffwechsel. Es wird mehr Zucker verbraucht, wodurch sich der Blutzuckerspiegel senkt. Enzyme f\u00fcr die Fettverbrennung werden vermehrt produziert und Mitochondrien, die f\u00fcr die Energiegewinnung verantwortlich sind, aktiviert.&nbsp;Die Muskeln versuchen den Mangel zu beheben, indem sie mehr Blutgef\u00e4\u00dfe ausbilden. Die Folge ist eine bessere Versorgung mit Blut und Sauerstoff.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Menschen die dauerhaft in gro\u00dfer H\u00f6he leben, keinen erh\u00f6hten Anteil roter Blutk\u00f6rperchen haben und auch nicht leistungsf\u00e4higer sind als andere Menschen. Der Aufenthalt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden wirkt sich nachhaltig aus und kann damit Impulse f\u00fcr eine schnellere Genese setzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcbersicht der H\u00f6henwirkungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Meeresh\u00f6he\u00a0&#8211; 2.000 m<\/li><li>problemlos &#8211;\u00a0\u00a02.000 m<\/li><li>Reaktionsschwelle &#8211;\u00a02.000 m\u00a0bis 3.000 m<\/li><li>volle Kompensation &#8211;\u00a03.000 m\u00a0bis 4.000 m<\/li><li>St\u00f6rungsschwelle &#8211;\u00a04.000 m bis 6.000 m<\/li><li>ungen\u00fcgende Kompensation\u00a0bis\u00a0ca. 6.000 m<\/li><li>kritische Schwelle &#8211;\u00a06000 m\u00a0bis 8.000 m<\/li><li>kritische Zone &#8211;\u00a0ca. 8.000 m<\/li><li>Todesschwelle  <\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Atemluft setzt sich aus gasf\u00f6rmigen Molek\u00fclen, etwa 80% Stickstoff und 20% Sauerstoff, zusammen. 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